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  1. Kurse
  2. B02 eLearning-Kurs: Pädagogische Konzeption & Bildungsverständnis
  3. Kapitel 1 kompakt fürs Handy
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Home └B02 eLearning-Kurs: Pädagogische Konzeption & Bildungsverständnis └Kapitel 1 kompakt fürs Handy

B02 eLearning-Kurs: Pädagogische Konzeption & Bildungsverständnis

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Abgeschlossen

Kursinhalt
  • Kapitel 1: Bildungsauftrag und Medienbildung als Teil der Konzeption
    • Kapitel 1 kompakt fürs Handy
    • Handout Kapitel 1: Bildungsauftrag & Medienbildung
    • 2026 10 M3LB Paniccia Modul B02 Kapitel 01
    • Wissens-Check Kapitel 1: Bildungsauftrag 10 xp
  • Kapitel 2: Bildungsbereiche und digitale Medien
    • Kapitel 2 kompakt fürs Handy
    • Handout Kapitel 2: Bildungsbereiche
    • 2026 10 M3LB Paniccia Modul B02 Kapitel 02
    • Wissens-Check Kapitel 2: Bildungsbereiche 10 xp
  • Kapitel 3: Der pädagogische Ansatz: Digitale Medien im Tagesablauf
    • Kapitel 3 kompakt fürs Handy
    • Handout Kapitel 3: Digitale Medien im Alltag
    • 2026 10 M3LB Paniccia Modul B02 Kapitel 03
    • Wissens-Check Kapitel 3: Tagesablauf 10 xp
  • Kapitel 4: Die Rolle der Fachkraft als Medienbegleiterin
    • Kapitel 4 kompakt fürs Handy
    • Handout Kapitel 4: Fachkraft als Medienbegleiterin
    • 2026 10 M3LB Paniccia Modul B02 Kapitel 04
    • Wissens-Check Kapitel 4: Medienbegleitung 10 xp
  • Kapitel 5: Bildungspartnerschaft mit Eltern zum Thema Medien
    • Kapitel 5 kompakt fürs Handy
    • Handout Kapitel 5: Bildungspartnerschaft mit Eltern
    • 2026 10 M3LB Paniccia Modul B02 Kapitel 05
    • Wissens-Check Kapitel 5: Elternpartnerschaft 10 xp
  • Kapitel 6: Konzeption weiterentwickeln und Qualität sichern
    • Kapitel 6 kompakt fürs Handy
    • Handout Kapitel 6: Konzeption weiterentwickeln
    • 2026 10 M3LB Paniccia Modul B02 Kapitel 06
    • Wissens-Check Kapitel 6: Qualitätsentwicklung 10 xp
  • Abschluss & Zertifizierung
    • Abschlusszertifikat: Pädagogische Konzeption & Bildungsverständnis (B02)

Kapitel 1 kompakt fürs Handy

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Kurzfassung für unterwegs · Lesezeit ca. 5 Minuten · Die ausführliche Fassung finden Sie im Handout und als PDF.

Kapitel 1 kompakt: Bildungsauftrag und Medienbildung

Auf einen Blick

  • Der Bildungsauftrag lässt sich in einer digitalen Welt nicht mehr ohne Medienbildung erfüllen.
  • Die Frage ist nicht mehr, ob wir digitale Medien einsetzen, sondern wie.
  • Medien sind ein Fenster zur Welt und ein Werkzeug zum gemeinsamen Forschen.
  • Die Fachkraft wird vom Bewahrer zur Begleiterin, die auch mal sagt: „Ich weiß es auch nicht.“
  • Schutz gelingt durch Befähigung, nicht durch Weglassen.

1. Der Bildungsauftrag im digitalen Zeitalter

Nach § 22 SGB VIII fördert die Kita die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Unsere Welt ist stark digital geprägt. Deshalb gehört Medienbildung heute zu diesem Auftrag.

Nach dem M3LB-Prinzip sind Medien keine bloße Bildschirmzeit. Sie sind ein Fenster zur Welt und ein Mittel für Begegnung.

Merksatz: Mediensouveränität wächst nur auf dem Boden einer sicheren Bindung.

2. Ko-Konstruktion, auch digital

Gute Pädagogik setzt auf Ko-Konstruktion. Kind und Fachkraft erforschen die Welt gemeinsam und handeln Bedeutungen miteinander aus. Digitale Medien eröffnen dafür neue Möglichkeiten.

Ein Tablet ist nie ein Babysitter. Es ist ein Forschungsgerät. Ein Beispiel: Die Gruppe filmt eine Spinne beim Netzbau, schaut das Video verlangsamt an und baut das Netz danach mit Wolle im Gruppenraum nach.

3. Was der Träger beiträgt

Medienbildung darf nicht vom Zufall oder vom Hobby einzelner Fachkräfte abhängen. Der Träger schafft den Rahmen:

  • Konzeptionelle Leitplanken: Das Team hält seine Haltung zu Medien schriftlich fest. Das gibt Sicherheit, auch gegenüber kritischen Eltern.
  • Zeit: Vor- und Nachbereitung von Medienprojekten braucht Zeit, die der Träger einplant.
  • Flexible Technik: zum Beispiel WLAN im ganzen Haus und im Garten.

4. Vom Bewahrer zum Begleiter

Früher war die Fachkraft oft die Wissensvermittlerin. Heute ist sie Lernbegleiterin. Niemand kann bei der schnellen Technik alles wissen, und das ist eine Chance.

M3LB ermutigt Sie, Ihr Nicht-Wissen offen zu zeigen: „Ich weiß auch nicht genau, wie wir diesen Zeitraffer-Film schneiden. Lass es uns gemeinsam ausprobieren.“

Das Kind erlebt sich dann als kompetenter Partner. Das stärkt Bindung und Selbstwirksamkeit.

5. Schutz durch Befähigung

Manche sagen: Wir schützen Kinder am besten, wenn wir Medien ganz weglassen. Die M3LB-Antwort lautet: Schutz durch Befähigung.

In der Kita lernen Kinder in einem geschützten Raum, bewusst mit Medien umzugehen. Dazu gehören:

  • Auswahlkompetenz: Wir entscheiden gemeinsam, was wir schauen oder spielen.
  • Zeitgefühl: Wir lernen, wann es genug ist.
  • Kritikfähigkeit: Wir sprechen darüber, was echt ist und was ein Trick im Video.

6. Die Warum-Frage nutzen

Beispiel: Ein Kind fragt im Morgenkreis: „Wo schlafen eigentlich die Wolken?“

So handeln Sie: Fragen Sie zurück: „Gute Frage! Wie könnten wir das herausfinden?“ Gemeinsam beobachten Sie über die Webcam einer Wetterstation, wie Wolken ziehen. Im Garten fotografieren die Kinder Wolkenformen und gestalten daraus eine digitale Collage.

Das Tablet ist hier die Brücke zwischen Neugier und Erkenntnis.

7. Die Medien-Inventur im Team

Machen Sie im Team regelmäßig eine Bestandsaufnahme der Werte. Drei Fragen helfen:

  • Wo nutzen wir Medien schon als Werkzeug, etwa die Kamera fürs Portfolio?
  • Wo sehen wir sie noch als Konkurrenz zur echten Kindheit?
  • Welche Ängste haben wir, zum Beispiel vor Reizüberflutung?

Eine gute Konzeption benennt diese Ängste und setzt klare Grenzen. Zum Beispiel: keine Tablets beim Essen und kein unbegleiteter Videokonsum.

Pädagogischer Selbstcheck

☐ Medienbildung ist in unserer Konzeption ausdrücklich als Bildungsbereich genannt.

☐ Ich nutze Medien als Werkzeug zum Entdecken, nicht als Belohnung oder Beschäftigung.

☐ Ich traue mich, bei Technik gemeinsam mit den Kindern zu lernen.

☐ Wir greifen die digitalen Erfahrungen der Kinder von zu Hause wertfrei im Gespräch auf.

M3LB-Impuls: Starten Sie im nächsten Teamtreffen eine „Medien-Schatzsuche“. Welche digitalen Geräte schlummern ungenutzt im Haus, etwa eine alte Digitalkamera oder ein Aufnahmegerät? Erwecken Sie diese Schätze zum Leben.

Im nächsten Kapitel geht es darum, wie Medien die Bildungsbereiche bereichern, von MINT bis Sprache.

Lieber hören?

iPhone: Einstellungen › Bedienungshilfen › Gesprochene Inhalte › „Bildschirminhalt sprechen“ einschalten. Dann mit zwei Fingern vom oberen Bildschirmrand nach unten wischen.

Android: Einstellungen › Bedienungshilfen › „Vorlesen“ einschalten und auf das Vorlese-Symbol tippen.

Die Bezeichnungen können je nach Gerät leicht abweichen.

Fachliche Orientierung von M3LB. Sie ersetzt keine individuelle Beratung.

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